Familienurlaub mit Hund & Kind – Planung, Tipps & Erfahrungen

Inzwischen ist sich auch Papa Moritz sicher: Der Labradoodle Bodo gehört einfach zur Familie. Die traurig, treuen Augen, die hängenden Schlappohren und das eindringliche Winseln, wenn Bodo zu Beginn der Sommerferien bei den Nachbarn geparkt wird, erträgt Moritz schon lange nicht mehr – ganz zu schweigen von den Tränen der Kinder. Bodo muss mit in den Urlaub! Doch wie gestaltet sich ein Familienurlaub mit Hund und Kind am besten? Welche Strände in Deutschland sind am hundefreundlichsten und wie sieht es aus, wenn der Vierbeiner im Zug, Flugzeug oder im Wohnmobil mit auf den Roadtrip kommen soll?

Fellfreunde mit auf Reisen zu nehmen, ist keine Seltenheit mehr. Wir möchten euch mit Rat und Wort zur Seite stehen, wenn ihr euren nächsten Urlaub mit Hund und Kind plant, oder vielleicht sogar vor der Frage steht, ob ein vierbeiniger Familienzuwachs mit euren Reisebedürfnissen als Familie vereinbart werden kann.

Ein Urlaub mit Kind und Hund ist überhaupt kein Problem, solange der Vierbeiner die Autofahrt ins Zillertal, nach Usedom oder nach Norderney sowie die Überfahrt mit der Fähre gut übersteht. Auch eine Zugreise in den Urlaub mit Kind und Hund zum Reiterhof in Holland oder auf den Bauernhof in Schweden sind in der Regel gut zu meistern.

In vielen Ferienhäusern sind Hund kein Problem - © familienurlaub.eu

Auf einen Blick: Familienurlaub mit Hund

Die wichtigsten Fragen rund um den Urlaub mit Hund, die sich die meisten (angehenden) Haustierbesitzer stellen, haben wir gleich zu Beginn knackig zusammengefasst.

Wohin mit dem Hund, wenn Urlaub?

Ok, ihr habt ja recht! Wir möchten den besten Freund des Menschen nicht abschieben, sondern mit in den Urlaub nehmen. Aber vorab sollte man zumindest alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, bevor man mit Hund und Kind auf Reisen geht. Denn nicht jeder Fellfreund ist für einen Urlaub offen. So gibt es Hunde, denen im Auto übel wird und die unterwegs nervös werden, oder ihr habt ein Reiseziel im Auge, das einfach nicht hundetauglich ist (in die Tropen mit dem Finnenspitz?!) – nicht immer können unsere liebsten Fellfreunde mit auf Tour gehen. Möglichkeiten sind:

  • Verwandte, Nachbarn oder tierfreundliche Freunde, die euren Vierbeiner kennen und natürlich auch mögen, Zeit haben etc.. Eine Eingewöhnungszeit (zu Beginn ein paar Stunden bei Tante Steffi, dann folgt der erste Tag bei ihr, am Ende ein Wochenende usw.) ist unabdingbar.
  • HundbetreuerInnen, die euren Hund zuhause betreuen und mit ihm Gassi gehen (hier muss der Hund jedoch über ein aufgeschlossenes Wesen verfügen und auch gewohnt sein, mehrere Stunden sowie über Nacht alleine zu bleiben). Kostenfaktor: Wie viel kostet ein Hundesitter pro Stunde? Je nach zeitlichem Aufwand, Erfahrungsschatz des Tiersitters und den individuellen Bedürfnissen deines Tieres variieren die Preise für einen Hundesitter stark. Zwischen 10 und 30 € pro Stunde sind üblich, Betreuungszeiträume über mehrere Tage bzw. über Nacht werden meist über Pauschalen berechnet, die zwischen 25 und 50 € liegen.
  • Hundepensionen bzw. Tierpensionen: Euer Fellfreund kommt meist in einem Gruppenzimmer (sogenannte Rudelhaltung) unter. Diverse Extras, wie z. B. Spielstunden oder Gassirunden, können hinzugebucht werden. Hierfür sollte euer Hund an Artgenossen gewohnt sein, ein freundliches und gelassenes Gemüt mitbringen und vor allem die Tierpension schon kennen. Eine Eingewöhnungszeit ist auch hier wichtig! Eine flexible Lösung ist eine Hundepension nicht, meist müssen Plätze weit im Voraus reserviert werden. Zwischen 20 und 50 € müsst ihr pro Tag rechnen, wenn ihr euch für eine Hundepension entscheidet.
  • Tierheim: Die Notlösung schlechthin für einen günstigen Preis (ca. 10-15 € pro Tag) und für die meisten Hunde keine gute Option (enger Raum, Zwingerhaltung, viele Tiere, kaum Auslauf, Stressfaktor für die meisten sehr hoch). Es gibt jedoch auch Ausnahmen unter Hunden, die mit einem Tierheim für wenige Tage zurechtkommen.

Wohin in den Urlaub mit Hund?

Juhu, euer Vierbeiner darf mit auf euer Abenteuer. Es erwarten ihn ausgiebige Spaziergänge mit den ausgelassenen Lieblingsmenschen, ohne Termindruck und mit viel Zeit. Aber wohin nur mit Hund (und Kind)? Innerhalb Deutschlands und mit dem eigenen Pkw als Reisemobil stehen euch viele Möglichkeiten offen. So sind inzwischen nicht nur viele Ferienhäuser und -ohnungen tierfreundlich, es gibt auch jede Menge Hotels, die über spezielle Zimmer verfügen, die Hunde ohne Probleme beherbergen lassen. 

Innerhalb der EU  benötigt ihr einen gültigen Heimtierausweis, einen Impfschutz gegen Tollwut sowie ein Mindestalter des Hundes von 15 Wochen. Sind diese Bedingungen erfüllt, dürft ihr mit bis zu 5 Tieren fast alle EU-Grenzen passieren. Lediglich in Irland, Finnland und auf Malta gelten verschärfte Anforderungen über antiparasitäre Behandlungen. 

Ihr wollt die EU mit dem Hund verlassen? Nun wird es komplizierter. So teilt die EU-Verordnung, die für den Reiseverkehr mit Heimtieren verantwortlich ist, Drittländer in gelistete und nicht gelistete Drittländer ein. Hier geht es wieder um den Tollwut-Status des Landes. Die besten Informationen erhaltet ihr hier vor allem vom Deutschen Tierschutzbund Welche Orte sich besonders für einen Urlaub mit Hund und Kind eignen, haben wir für euch in einem extra Artikel zusammengestellt.

Urlaub mit Hunden in Deutschland

Die wenigsten Anforderungen für das Reisen mit Hund habt ihr in Deutschland. Mit Kind und Hund an die Nordsee, ab nach Usedom oder lieber in Alpennähe ist in der Regel kein Problem, wenn ihr eine hundefreundliche (und natürlich kinderfreundliche) Unterkunft am Zielort habt. Vor Ort solltet ihr euch über hundefreundliche Strände am Meer und an den Seen erkundigen. So sind an vielen Orten Hunde erlaubt, an anderen darf man nicht einmal mit Leine an den Strand.

 

Mit Hund und Kleinkind an den Strand? Für beide sicherlich das perfekte Terrain, um die Welt auf allen Vieren zu erkunden. Reine Hundestrände mit vielen tobenden Fellfreunden können jedoch für ein kleines Kind überfordernd sein. Achtet daher neben der Hundetauglichkeit des Strandes auch auf die Familientauglichkeit. Welche hundefreundlichen Strände es in Deutschland so gibt, haben wir euch in diesem Text zusammengestellt.

Ab wann Urlaub mit Hund?

Für das Reisen innerhalb Deutschlands gibt es kein Mindestalter, für Reisen innerhalb der EU müssen Hunde vollständig gegen Tollwut geimpft sein, diese Impfung ist erst mit 12 Wochen möglich. Der vollständige Impfschutz ist nach einer Wartezeit von 21 Tagen gegeben, somit ergibt sich ein Mindestalter von 15 Wochen, wenn ihr mit eurem Welpen verreisen wollt.

 

Welche emotionale Reife euer Hund mitbringt, um damit ein entspannter Reisebegleiter für eure Familie zu sein, ist natürlich von Fall zu Fall verschieden. Die einen sind es bereits ab 4 Monaten, andere brauchen 1 Jahr, um neue Umstände und Reize gut verarbeiten zu können. 

Auch solltet ihr die Dynamik zwischen dem neuen Vierbeiner und euren Kindern beobachten. Vielleicht ist der 5-Jährige von der stürmischen Art des Welpen überfordert und die Kennenlernzeit zieht sich damit doch etwas in die Länge, als dass eine große Reise mit Hund und Kind geplant werden kann. Ein langsames Herantasten ist auch hier der Königsweg. Hat der erste lange Tagesausflug gemeinsam geklappt, darf auch das erste Wochenende woanders folgen.

 

In der Fremde gilt immer, den Hund nie zu lange in der Ferienwohnung alleine zu lassen, um ihn nicht zu verunsichern. Auch sollten Kinder an neuen Orten nicht die Gassirunde ohne erwachsene Begleitung übernehmen, denn niemand weiß, wie euer Vierbeiner auf die fremde Umgebung reagiert. Als gute Partner an der Seite eures Hundes werdet ihr alle Verhaltensveränderungen stets gut erkennen, um diese dann richtig einzuordnen. Mit viel Liebe, Geduld und Zuneigung klappt so auch der erste Urlaub.

 

Wir empfehlen keine Städteurlaube oder lange Wanderungen mit Welpen. Eine gemütliche Auszeit mit Hund und Kind im Ferienhaus in der Natur für Spielstunden auf einer weitläufigen Wiese sind hingegen ideal. Für Badeurlaube am Meer sollten eure Vierbeiner auch etwas erfahrener sein: Die Hitze am Strand, das Schlucken von zu viel Meerwasser sowie eine noch nicht einzuordnende Meeresbrandung können viele unvorhersehbare Gefahren mit sich bringen.

Urlaub mit vielen Hunden?

Wenn mehrere Hunde mit auf Reisen dürfen, ist natürlich die geeignete Unterkunft die Voraussetzung für euren Urlaub, die Auswahl ist hier europaweit erwartungsgemäß etwas kleiner und dennoch gibt es so manch tierfreundliche Ferienparks und Ferienhäuser, die 5 Vierbeiner und oft sogar mehr zulassen.

Viele hundefreundliche Unterkünfte verfügen über einen großen eingezäunten Garten, sodass die tierischen Reisebegleiter auch gefahrlos draußen herumtollen dürfen. Egal ob Last Minute, günstig oder Luxus pur, Urlaub ist auch mit mehreren Hunden durchaus keine Seltenheit mehr und nicht wenige Ferienportale haben sich auf solch spezielle Anfragen spezialisiert.

Falls ihr euren nächsten Urlaub über unser Portal buchen möchtet und mehrere Vierbeiner an Bord habt, dann fragt doch bei unseren tierfreundlichen Unterkünften direkt nach, ob mehrere Haustiere mitdürfen. Wer fragt, der gewinnt!

 

Welche emotionale Reife euer Hund mitbringt, um damit ein entspannter Reisebegleiter für eure Familie zu sein, ist natürlich von Fall zu Fall verschieden. Die einen sind es bereits ab 4 Monaten, andere brauchen 1 Jahr, um neue Umstände und Reize gut verarbeiten zu können. 

Auch solltet ihr die Dynamik zwischen dem neuen Vierbeiner und euren Kindern beobachten. Vielleicht ist der 5-Jährige von der stürmischen Art des Welpen überfordert und die Kennenlernzeit zieht sich damit doch etwas in die Länge, als dass eine große Reise mit Hund und Kind geplant werden kann. Ein langsames Herantasten ist auch hier der Königsweg. Hat der erste lange Tagesausflug gemeinsam geklappt, darf auch das erste Wochenende woanders folgen.

 

In der Fremde gilt immer, den Hund nie zu lange in der Ferienwohnung alleine zu lassen, um ihn nicht zu verunsichern. Auch sollten Kinder an neuen Orten nicht die Gassirunde ohne erwachsene Begleitung übernehmen, denn niemand weiß, wie euer Vierbeiner auf die fremde Umgebung reagiert. Als gute Partner an der Seite eures Hundes werdet ihr alle Verhaltensveränderungen stets gut erkennen, um diese dann richtig einzuordnen. Mit viel Liebe, Geduld und Zuneigung klappt so auch der erste Urlaub.

 

Wir empfehlen keine Städteurlaube oder lange Wanderungen mit Welpen. Eine gemütliche Auszeit mit Hund und Kind im Ferienhaus in der Natur für Spielstunden auf einer weitläufigen Wiese sind hingegen ideal. Für Badeurlaube am Meer sollten eure Vierbeiner auch etwas erfahrener sein: Die Hitze am Strand, das Schlucken von zu viel Meerwasser sowie eine noch nicht einzuordnende Meeresbrandung können viele unvorhersehbare Gefahren mit sich bringen.

Fliegen mit Hund – Kabine oder Gepäckraum?

Je nach Airline gibt es unterschiedliche Voraussetzungen, welcher Hund mit in die Kabine darf und ob ein Vierbeiner überhaupt mitreisen kann. Es empfiehlt sich, die Bestimmungen zum Transport von Tieren direkt bei der Airline anzufragen. Generell gilt jedoch:

  • Germanwings bietet nur den Transport im Handgepäck, also in der Kabine, an; die Tiere inkl. Transporttasche dürfen jedoch die Gewichtsangabe von 8 kg nicht überschreiten.
  • Die meisten Airlines wie Lufthansa, Condor und Co befördern Hunde in der Kabine sowie im Gepäckraum und gehen hier immer nach Gewicht und Maße der Transportbox. Üblich sind Gewichtsangaben zwischen 6 und 8 kg sowie die Maße der Box von 55 x 40 x 23 cm.
  • Alle Hunde über 8 kg müssen in den Laderaum in einer geeigneten Transportbox, die stabil, luftdurchlässig und bissfest sein muss. Viele Airlines bestehen auf besonders ausgewiesene Transportkisten, vor der Buchung also unbedingt prüfen.
  • Günstige Anbieter wie Ryanair oder Easyjet befördern überhaupt keine Hunde.

Was für Hunde dürfen nicht im Flugzeug reisen?

Viele Fluggesellschaft lassen Listenhunde wie den Bullterrier nicht an Bord bzw. in der Transportbox in den Cargo-Raum. Die Lufthansa verlangt für gefährlich eingestufte Hunde eine spezielle Transportbox, die nicht aus Plastik sein darf. Wenn ihr also einen Listenhund besitzt, solltet ihr unbedingt die Airline, mit der ihr fliegt, kontaktieren, um einen möglichen Transport abzuklären.

Übrigens: Kurznasige Hunde wie Mops, Boxer und Co sollten möglichst nicht fliegen und auch nicht an sehr heiße Zielorte gebracht werden, da diese Hunderassen besonders stressanfällig sind und oft gesundheitliche Probleme bei zu heißen Temperaturen bekommen können.

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Mit Hunden am Strand? Ein Traum, v. a. wenn sie aus dem Welpenalter sind

Was mitnehmen in den Urlaub mit Hund? Checkliste Reisen mit Hund

 Die wichtigsten Punkte für euren Hund unterwegs auf einem Blick:

  • Dokumente wie Impfpass, Einreisebestimmungen, Grenzpapiere (falls notwendig) und Hundehaftpflichtversicherungsnummer mit Notfalltelefonnummer
  • Geeignete Transportbox
  • Halsband mit Name und Kontaktdaten der Besitzer
  • Maulkorb (falls notwendig), Leine plus Ersatzleine / Schleppleine
  • Kotbeutel und Schaufel
  • Ausreichend Trinkwasser in Flaschen sowie geeignete Schüssel für unterwegs
  • Lieblingsfutter und Leckerlis
  • Pflegeprodukte (hierzu zählen auch Sonnenschutzmittel), Flohmittel/-kamm und ggf. Medizin, falls verordnet
  • Zeckenzange, Desinfektionsmittel
  • Lieblingskissen bzw. Körbchen
  • Lieblingsspielzeug
  • Decken bzw. Handtücher

Unsere Erfahrungen aus dem Urlaub mit Hund & Kind

Unsere französische Mamie (dt. Oma) hat einen kleinen Bichon-Frisée, namens Victor. Hierbei handelt es sich um einen ausgeglichenen, sehr gutmütigen und freundlichen Kerl mit netten schwarzen Knopfaugen, wuscheligem, weißen Fell und kurzen Beinen, die ihn dennoch zuverlässig durch die ein oder anderen Abenteuer tragen. Das kleine Packmaß des Fellfreundes erfüllt dabei zufälligerweise alle Anforderungen, die uns diverse Airlines vorgeben, um mit dem Stöpsel in der Kabine zu fliegen. Kurzum, der perfekte Reisehund – nicht nur für eine ältere Dame, sondern auch für eine Familie.

Unser 5-jähriger Zweibeiner ist mehr als verschossen in das wuschelige Kerlchen. Lauffaul ist unser Kindergartenkind “Hand in Leine” mit Victor keineswegs mehr. Plötzlich ist ein 1-stündiger Spaziergang durch den Park, am Strand, durch die Altstadt oder auf dem Weg zur Aussichtsplattform in den Alpen kein Problem mehr. Victor und er erkunden gemeinsam die Welt.

Während Victors Home Base Frankreich ist, treffen wir vor allem im Urlaub auf unseren französischen Verwandten. Meist reisen wir durch Frankreich mit Victor und den Kindern auf dem Rücksitz. Auch auf kurzen Strecken im Flugzeug durfte der kleine Bichon dabei sein – stets kein Problem, sofern man ihn vorab über das Call Center als Tier in der Kabine hinzubucht.

Das einzige Hindernis war an dieser Stelle nur die häufig langen Wartezeiten am Telefon. Übrigens: Strände für Hunde oder extra hundefreundliche Wanderungen sind aufgrund Victors Gemüts und Größe eher zweitrangig. Victor bleibt brav an der Leine, verschwindet schnell in der größeren Handtasche und kann damit auch in alle möglichen Bereiche unbemerkt reingeschmuggelt werden.

Kind mit Hund
Spaziergang mit Hund Victor an der Strandpromenade – © familienurlaub.eu

Anders sind meine Erinnerungen an meine Kindheit mit dem Familienhund Ranja, einem Golden Ridgeback-Mix. Der afrikanische Löwenhund verschwindet nicht mal so eben in der Handtasche, braucht viel Auslauf, auch ohne Leine, will Action, Abenteuer und Aufmerksamkeit. Mit ihm waren wir nur in extra ausgewiesenen hundefreundlichen Bereichen unterwegs, also Stränden, an denen Hunde erlaubt waren wie an der Nordsee oder Ostsee, aber auch am Badesee mit extra Hundestrand im Alpenvorland. 

Hotelurlaub gab es mit Ranja nie, nur Ferienhäuser, in denen auch explizit große Hunde erlaubt sind, kamen für uns in Frage. Geflogen sind wir mit Ranja auch nie.Stand doch eine weitere Reise auf dem Plan, kam Ranja zu Freunden, bei denen sie sich sehr wohlfühlte. Eine Hundepension bzw. eine Transportbox im Bauch des Flugzeuges kam für uns auch nicht in Frage, Ranja war ein sensibler Riese und für solche Strapazen nicht geboren.

Fazit: Es gibt sie, die unaufgeregten, stabilen Reisehunde, die sich neuen Umständen perfekt anpassen und auch von der Größe her ideal für das Reisen an unterschiedlichen Orten und mit verschiedensten Verkehrsmitteln geeignet sind. Es gibt jedoch auch die großen, sensiblen Ungestüme, die man mal nicht eben so leicht ins Auto schieben kann, um dann 8 Stunden in die Toskana zu düsen. Am Ende gilt auch für den vierbeinigen Fellfreund: Jeder Jeck ist anders.

Wer sehr gern viel reist und flexibel bleiben möchte, sollte sich daher vorab gut überlegen, ob und vor allem welchen Hund er sich anschaffen möchte. Zudem sind auch das Umfeld, das im Falle des Falles den kleinen oder großen Vierbeiner übernehmen könnte, sowie das Alter der Kinder, für diese Überlegung entscheidend. Ein Hund ist wie ein Kind Familienzuwachs. Er sollte daher in jeglicher Lebensplanung innerhalb der Familie berücksichtigt werden.

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Hund Ranja in ihrem liebsten Element - © familienurlaub.eu

Unsere Top 5: Hundefreundliche Strände an der Nordsee – mit dem Hund Wattspaziergänge erleben

  • Sylt: Hundestrand Westerland Nord (Leinenpflicht) – neben 14 weiteren Hundestränden der beliebteste Hundestrand auf Sylt
  • Amrum: Hundestrand Nebel (Leinenpflicht) – für lange, ausgedehnte Spaziergänge ideal
  • Sankt-Peter Ording: Hundeauslaufgebiet Ording-Nord
  • Cuxhaven: Hundestrand Sahlenburg – eine nie überlaufene, langgezogene Promenade
  • Wangerland: Hundestrand Schillig – Ruhe und Natur pur

Unsere Top 5: Hundefreundliche Strände an der Ostsee

  • Rügen: Hundestrand Binz – keine Leinenpflicht! Seichter Übergang ins Wasser – ideal auch für junge Hunde
  • Usedom: Hundestrand Ückeritz (Leinenpflicht) – super für Wasserratten!
  • Mecklenburg-Vorpommern: Hundestrand Boltenhagen – 5 km Strand, hundefreundliches Fischrestaurant „Zum Klabautermann“ nebenan, tolle Bademöglichkeiten für Mensch und Tier; Hundestrand Diedrichshagen – abseits vom touristischen Trubel, keine Leinenpflicht, diese ist nur erwünscht
  • Fischland-Darß-Zingst: Hundestrand Weststrand (Leinenpflicht) – der 14 km lange Strand zählt zu den schönsten Stränden der Welt, also absolut eine Reise wert
  • Travemünde: Hundestrand Brodtener Ufer – keine Leinenpflicht und extra Badesteg für unsere Vierbeiner

Hundefreundliche Wanderungen mit Kindern in den Deutschen Alpen

Wandern mit Hunden und Kindern in Bayern ist ein Muss für alle Besucher des Freistaates, die über kleine Zwei- und Vierbeiner verfügen. Denn Auslauf tut allen gut und die bayerischen Wandergebiete sind geradezu geschaffen für Familien. Wie schön, dass die meisten kinderwagenfreundlichen Wanderwege auch problemlos mit dem Hund (an der Leine) gemeistert werden können. Seid ihr im Früh- oder Spätsommer unterwegs, teilt ihr euch die Wege meist nur mit Einheimischen und nicht mit den touristischen Massen, die vor allem im Sommer in die Berge pilgern.

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Wandern mit Hund in den Bergen? Aber ja doch! - © familienurlaub.eu

Wir sagen Servus und stellen euch unsere liebsten Wanderwege mit Hund und Kind in Bayern vor, die wir regelmäßig ergänzen.

  • Rosenheim: Über die Daffnerwaldalmen zum Heuberg, dem Rosenheimer Hausberg. Einfache Forstwege führen vom Duftbräu erst durch den Wald, später werden die Wege kleiner, ein Ausblick über das Inntal ist garantiert. Im Frühling dürft ihr euch über ein lila Meer aus Krokussen freuen.  Der erste Teil des Weges ist auch kinderwagenfreundlich.
  • Berchtesgadener Land: Almerlebnisweg Ramsau – breite Forstwege führen durch die Berchtesgadener Bergwelt, die gern auch Little Canada genannt wird. Zum Karjoch führen steile Stufen, hier könnten sich junge Hunde schwertun, all weiteren Wege sind beliebte Routen für alle Vierbeiner (und natürlich ihre Zweibeiner).
  • Stillachtal im Allgäu/Oberstdorf: Über sonnige Wiesen führen viele aussichtsreiche Wanderwege in Richtung Stillach. Hier habt ihr die Qual der Wahl: Entlang der Dammwege oder hoch zur Aussichtsplattform an der höchsten Skiflugschanze der Welt – ihr entscheidet.
  • Reit im Winkel: Von der Winklmoosalm zur Wildalm – Besonders im Winter erwartet euch hier das perfekte Winter Wonderland, ohne dass dieses Alpinerfahrung und Schneeschuhe erfordert. Auf einfachen Wegen folgt ihr dem Winterwanderweg bis zur Wildalm in Österreich. Hier habt ihr die Möglichkeit, einen gewissen Teil der Strecke mit der Gondel zu fahren, das erfreut auch lauffaule Kinder.
  • Chiemgau Moorerlebnisweg mit Bademöglichkeit an der Tiroler Ache – glasklares Wasser, das sich durch die schroffe Gebirgswelt geschlängelt hat und euch allen die perfekte Abkühlung bietet, findet ihr am Hundestrand an der Tiroler Ache bei Grassau. Hier erwarten euch auch die Kendlmühlfilze, das größte Hochmoor Südostbayerns. Zahlreiche, sonnenreiche Wege führen euch Zwei- und Vierbeiner durch das Moor und lassen genügend Platz zum Spielen für Hund und Kind.

(Dreckige) Geschichten mit Hund Anton & Franz-Joseph in Bayern auf dem Bauernhof

Die Begegnung von Franz-Joseph und Anton morgens um halb 8 sollte eine ganz besonders dreckige Angelegenheit werden. 

Niemand von uns hat im entferntesten damit gerechnet oder sich auch nur im Traum vorstellen können, dass das passieren würde. Wir – mein Mann, meine drei Kinder und unser Langhaardackel Anton wollten eigentlich wie jedes Jahr im Frühling ein paar entspannte Tage bei unseren netten Vermietern im Ferienhaus mitten im Chiemgau verbringen.

Doch dieses Jahr sollte alles anders werden. Anton war wie immer ein gern gesehener Gast. Aber neuerdings gehörte auch Franz-Joseph zum Inventar unserer Ferienwohnung dazu. Franz-Joseph war ein hochmodernes Gerät, das es mit Hilfe von Sensoren, Bürsten und extra starker Saugleistung schafft, die unzähligen Krümel unserer Kinder und Antons Haare wie von Zauberhand verschwinden zu lassen. Mit anderen Worten: Franz-Joseph war ein sündhaft teurer Staubsaugerroboter, der Familien mit Hunden und Kindern im Urlaub noch mehr Familienzeit schenken wollte. Anton und Franz-Joseph verstanden sich auf Anhieb und wurden schnell Freunde. Auch wir freundeten uns schnell mit unserem neuen Mitbewohner an und fanden ihn super!

Bis zu diesem einen Morgen, der alles verändern sollte. Anton ist aufgrund seines schon etwas höheren Alters – und wegen unseres 15. Hochzeitstages (der doch etwas länger gedauert hat und leider ein wenig ausgeufert ist) in eine sehr missliche Lage gekommen. Anton kackte morgens um halb 8 in die Küche. Von uns war keiner wach, auch keines der Kinder, die sonst spätestens um 7 die erste Gassirunde mit ihm absolvierten. Anton war, was seine Toilettengänge anbelangt, einfach nicht mehr so flexibel. Wir bemerkten von alledem nichts. Franz-Joseph hingegen schon. Er registrierte die Kackwurst bzw. das Missgeschick, für das selbstverständlich einzig und allein wir verantwortlich waren, sofort. Anton war das Ganze wohl ungemein peinlich. Voller Tatendrang machte sich Franz-Joseph ans Werk, um das braune Ungestüm zu beseitigen und um seinem Freund weitere Unannehmlichkeiten zu ersparen. Denn schließlich war er genau darauf programmiert, stets für Ordnung und Sauberkeit sorgen.

Penibel und mit einer Präzision, die uns dann später erstarren ließ, verteilte Franz-Joseph die Hinterlassenschaft seines Freundes in jeder Fuge des Küchenbodes. Mit einer an Perfektion grenzenden Genauigkeit schmierte er die Exkremente vom Herd bis zum Kühlschrank unten entlang der Blende vorbei an Antons Hundekörbchen bis zum Esstisch samt den Stühlen. 

Nicht zu vergessen Franz-Joseph selbst. Mit einem unbändigen Enthusiasmus versuchte er die Ausscheidungen zu beseitigen. Je verbissener und unnachgiebiger er wurde, desto schlimmer wurde es: Franz-Josephs Bürsten waren mittlerweile komplett verklebt, von den Rollen ganz zu schweigen. Auch das Innenleben war nicht mehr wiederzuerkennen, denn schließlich versuchte er unermüdlich – seit gut einer Stunde – sich die braune Masse einzuverleiben.

Das Ende der Geschichte: Anton bellte, Franz-Joseph piepste (seine Ekelschwelle war erreicht und seine Sensoren kollabierten langsam), meine Mittlere, die von dem Lärm als Erste erwachte, schrie und würgte. Der Anblick und Gestank waren zu viel für sie. Noch ein wenig verschlafen, registrierten wir die Situation sofort und schalteten in den Funktionsmodus. 

Anton, Franz-Joseph und die Kinder kamen in den Garten und durften bei den Vermietern frühstücken. Mein Mann und ich putzen die Küche, mit allem, was die Putzkammer hergab. Franz-Joseph mussten wir leider beerdigen, zu sehr hatte ihn das alles in Mitleidenschaft gezogen. Unsere Hundehaftpflicht übernahm den finanziellen Schaden. Ersetzt wird Franz-Joseph erst einmal nicht. Aber wer weiß, vielleicht haben wir alle bis zum nächsten Jahr die Erlebnisse verarbeitet und können Franz-Joseph II. kennenlernen. 

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Autorin: Céline

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