Familienurlaub & Reisen mit Kindern in Andalusien

Wie im gesamten Mittelmeerraum genießen Kinder auch in Spanien und in Andalusien viel Aufmerksamkeit, große Wertschätzung und liebevolle Zuwendung. Tendenziell anders als in nord- und mitteleuropäischen Gefilden gehören Kinder im gesellschaftlichen Leben auf der Iberischen Halbinsel auch abends und nachts schlicht und ergreifend dazu.

Bei Reisen mit Kindern in Andalusien könnt ihr euch dem allgemeinen Wohlwollen der Einheimischen überall so gut wie sicher sein. Auf familienurlaub.eu zeigen wir euch, was ihr alles Tolles in eurem nächsten Familienurlaub in Andalusien 2020 unternehmen könnt. Na dann mal ¡Olé!

 

Inhaltsverzeichnis

Unterkunftssuche

Wohin soll die Reise gehen – Andalusien als Reiseziel für den nächsten Familienurlaub

Aktuell fast 8,5 Millionen Einwohner leben in acht Provinzen in der bevölkerungsreichsten autonomen Gemeinschaft des Landes im Süden Spaniens. Die Region Andalusien ist vor allem für ihre über 800 Kilometer lange Küste am Mittelmeer und Atlantik bekannt, an deren Abschnitten Costa de Almería, Costa de la Luz, Costa del Sol und Costa Tropical sich unzählige schöne Bade- und Ferienorte sowie Hunderte von traumhaften Stränden befinden.

Darüber hinaus beherbergt Andalusien altehrwürdige und traditionsreiche Städte wie Almería, Cádiz, Córdoba, Granada, Huelva, Jaén, Málaga und Sevilla, in denen es zahlreiche sehenswerte Bauwerke und Kulturdenkmäler gibt.

Plaza de España Sevilla
Wie zum Beispiel in Sevilla an der Plaza de España – © familienurlaub.eu

Was ihr neben Badeurlaub und Städtereisen sonst noch alles im Urlaub in Andalusien sehen und erleben könnt, zeigen wir euch für die einzelnen Provinzen und die schönsten Städte. Noch immer ein Geheimtipp ist zum Beispiel das imposante gebirgige Hinterland der Region, in dem euch majestätische und wie zum Wandern gemachte Landschaften mit vielen beeindruckenden Naturdenkmälern erwarten.

 

Die östlichste Provinz Andalusiens: Almeria

Im äußersten Osten Andalusiens und am Mittelmeer liegt die Provinz Almeria. In der gleichnamigen Hauptstadt sind die maurische Festung „Alcazaba“ aus dem 11. Jahrhundert, die Kathedrale aus dem 16. Jahrhundert und der 26.000 Hektar große Naturpark Cabo de Gata mit vielen Stränden die bekanntesten Sehenswürdigkeiten. In besagtem Park liegt auch der bekannte Badeort San José mit vielen Stränden und Unterkünften. Etwas ruhiger, aber ebenso schön ist es in den benachbarten Orten El Pozo de los Frailes und La Isleta del Moro.

 

Provinz Cádiz: das Silbertässchen in Spaniens Süden

Die südlichste Provinz Andalusiens und Spaniens beherbergt die Landspitze Punta de Tarifa/Punta Marroquí, sie ist die Grenze zwischen Atlantik und Mittelmeer und nur ca. 15 Kilometer von Afrika entfernt.

Blick von Tarifa auf Marokko
Von Tarifa aus fahren täglich mehrere Fähren nach Marokko – © familienurlaub.eu

Die namensgebende Provinzhauptstadt Cádiz trägt wegen ihrer in der Sonne glänzenden weißen Häuser in Spanien auch den Spitznamen „Silbertässchen“ und ist landesweit als Karnevalshochburg bekannt.

familienurlaub.eu-Tipp: Wir empfinden Cádiz als besonders authentisch. Ohne viel Trubel lassen sich hier äußerst gute Tapas verspeisen und der Spaziergang am Hafen ist vor allem in der Off-Season sehr entspannt.

Cadiz Winter Tapas
Hübsche, ruhige Tapas Bars in Cádiz findet man in jeder kleinen Ecke der Altstadt – © familienurlaub.eu
Hafen von Cádiz
Bötchen zählen am Hafen von Cádiz – © familienurlaub.eu

Jerez de la Frontera ist die Heimat des Sherrys, Algeciras ist eine lebendige Hafenstadt mit vielen Fährverbindungen nach Marokko, La Línea de la Concepción liegt direkt an der Grenze zur britischen Exklave Gibraltar. Im Sommer gut besuchte Badeorte sind Barbate und Conil.

 

Provinz Córdoba: Kultur pur

Die Provinz liegt im zentralen nördlichen Binnenland Andalusiens, das historische Zentrum der Hauptstadt Córdoba gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das berühmteste Bauwerk ist die 23.000 m² große Mezquita-Catedral aus dem späten 8. Jahrhundert. Häufig fotografiert werden auch die über 2.000 Jahre alte römische Brücke „Puente Romano“ über den Guadalquivir, die weitläufige Schlossanlage Alcázar de los Reyes Cristianos aus dem 14. Jahrhundert und die arabischen Bäder „Baños Califales“ aus dem 10. Jahrhundert.

Empfehlenswerte Ausflugsziele sind die gotische Burganlage „Castillo de Almodóvar“ in Almodóvar del Río, die Barockstadt Priego mit dem einstigen königlichen Schlachthof „Carnicerías Reales“ und die Wandergegend Sierra Subbética rund um Zuheros.

 

Granada: Alhambra, Höhlenwohnungen & viele Studenten

Das mit Abstand berühmteste Bauwerk in der Hauptstadt Granada ist der maurische Palastkomplex „Alhambra“ aus dem 13. und 14. Jahrhundert, der seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Sehenswert sind auch die teilweise bis heute noch bewohnten Höhlenwohnungen im sog. „Zigeunerviertel“ Sacromonte.

Auch in Guadix im Nordosten gibt es ca. 2.000 Wohnhöhlen. In der traditionellen Universitätsstadt Granada sorgen 60.000 Studenten für viel Atmosphäre und Nachtleben. Almuñécar und Salobreña sind gut besuchte Badeorte am Mittelmeer. Wandern und Wintersport treiben könnt ihr rund um Capileira und Pradollano im Nationalpark Sierra Nevada.

 

Die Schönheit Andalusiens in der Provinz Huelva erleben

Die Provinz ganz im Westen Andalusiens grenzt an Portugal und ist nur dünn besiedelt. Aus diesem Grund bietet sie sich gut für Naturfreunde an. Besonders sehenswert ist der fast 55.000 Hektar große und nur nach Voranmeldung zugängliche Nationalpark Coto de Doñana, in dessen Feuchtgebieten viele Wasservogelarten leben.

Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt Huelva sind die Statue von Christoph Kolumbus von 1929, die Kathedrale „La Merced“ von 1970 und der Flohmarkt („rastro“) vor dem Stadion „Nuevo Colombino“ immer freitags. Badeorte sind Isla Cristina, Isla Canela und Matalascanas. Bollullos Par del Condado ist ein bekannter Weinbauort, El Rocio ein berühmtes Wallfahrtsziel.

 

Jaén: Olivenöl, Renaissancebauten & 4 große Naturparks

Die Region Jaén liegt im Norden Andalusiens und ist für ihr erstklassiges Olivenöl bekannt. In der Hauptstadt Jaén stehen viele gut erhaltene Bauten aus der Epoche der Renaissance vom 16. bis 18. Jahrhundert, so zum Beispiel die Kathedrale an der Plaza Santa Maria und das Herrenhaus des „Palacio de Villardompardo“.

Gleiches gilt für die „Zwillingsstädte“ Baeza und Úbeda, die mit ihrer historischen Bausubstanz seit 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören. Fantastische Wandermöglichkeiten und Panoramen bieten die vier Naturparks Despeñaperros, Sierra de Andújar, Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas und Sierra Mágina.

 

In & rund um Málaga wird es nie langweilig

Gut 1,6 Millionen Einwohner zählt die dicht besiedelte Provinz im Süden Andalusiens.

Malaga Burg
Der Aufstieg auf die Festung macht auch Kindern Spaß & bietet einen grandiosen Blick auf die Stadt & das Meer – © familienurlaub.eu

In der Hauptstadt Málaga lohnen vor allem die Bergfestung „Castillo de Gibralfaro“ aus dem 14. Jahrhundert und die maurische Festung „La Alcazaba“ aus dem 11. Jahrhundert sowie das „Museo Picasso“ im „Palacio de los Condes“ und das Automobilmuseum „Museo Automovilístico de Málaga“ einen Besuch.

Castillo de Gibralfaro
Ausblick von der „Castillo de Gibralfaro“ – © familienurlaub.eu
Málaga
Bummeln in Málaga mit Kindern? Die Innenstadt ist verkehrsberuhigt & beherbergt viele internationale Geschäfte – © familienurlaub.eu

Die Gegend besticht mit international bekannten Badeorten wie Nerja, Torrox, Torre del Mar und Torremolinos sowie Benalmádena, Fuengirola, Marbella und Estepona.

Marbella Strand
Ob Sandburgen Bauen auch als Sport durchgeht? Hier: Marbella - © familienurlaub.eu

Viel besucht werden auch die sog. „Weißen Dörfer“ im Hinterland rund um die für ihre steilen Felswände bekannte Stadt Ronda.

 

Die berühmteste Stadt Andalusiens: Sevilla

Sevilla ist vermutlich die weltweit bekannteste Stadt der Region Andalusien. Sehenswürdigkeiten wie das Stadtviertel Santa Cruz, das Flamencomuseum „Museo del Baile Flamenco“ und die Kathedrale „Maria de la Sede“ von 1519 werden das ganze Jahr über von Touristen besucht. Der bis heute offiziell genutzte Königspalast Alcázar aus dem 14. Jahrhundert ist Teil des UNESCO-Welterbes.

Sevilla
Sevilla präsentiert die prächtigsten Sehenswürdigkeiten, die alle fußläufig abgeklappert werden können – © familienurlaub.eu
Sevilla
Der Plaza de España in Sevilla überzeugt auch die Kleinen mit seinen Ruderbooten & vielen Treppen – © familienurlaub.eu

Als weitere Ausflugsziele empfehlen wir euch Carmona mit der Burg „Alcázar del Rey Don Pedro“, Écija mit den prächtigen Palästen aus dem 18. Jahrhundert und Osuna mit dem archäologischen Museum „Torre del Agua“ an der Plaza de la Duquesa.

Beste Reisezeit für den Familienurlaub in Andalusien

Heiße und trockene Sommer mit vielen Sonnenstunden sowie milde und regenreiche Winter kennzeichnen generell das Klima in Andalusien. Temperaturen von bis zu über 40 Grad Celsius machen die Monate Juni bis September perfekt geeignet für einen Badeurlaub an den Küsten, sorgen aber in den landeinwärts gelegenen Städten oftmals für eine schier unerträgliche Hitze. Für das Reisen mit Kindern in Andalusien im Binnenland eignen sich somit eher das Frühjahr und der Herbst.

Strand Cadiz
Auch im Winter können die nun leeren Strände (mit Regenkacke & Schuhen bekleidet) besucht werden - © familienurlaub.eu

Ostern in Andalusien – Familienurlaub im Frühjahr

Alljährlich Ende März/Anfang April ist die Osterwoche („Semana Santa“) mit zahlreichen Prozessionen lokaler und regionaler Bruderschaften („Cofradias“) speziell in Málaga ein großer Publikumsmagnet.

Festliche Umzüge finden zu dieser Zeit auch in Aguilar de la Frontera (Córdoba), Alcalá la Real (Jaén) und Almuñécar (Granada) statt. Im Mai ist jedes Jahr das Volksfest „Feria del Caballo“ (Pferdemarkt) in Jerez de la Frontera (Cádiz) das Ziel zahlreicher Besucher.

Sevilla im Regen
Ein bisschen Regen erfrischt die Gemüter der Kleinen & lässt die Stadt in einem neuen Licht erstrahlen. Hier: Sevilla im Frühjahr - © familienurlaub.eu

Sommerurlaub in Andalusien

Immer im Juli steigt in La Línea de la Concepción (Cádiz) die „Feria La Salvaora“ bzw. „La Velada“ mit vielen gastronomischen Ständen und Stierkämpfen. Alljährlich Ende Juli/Anfang August finden in der Stadt Huelva die „Fiestas Colombinas“ zur Erinnerung an die erste Amerikareise von Christoph Kolumbus statt. Ebenfalls regelmäßig im August veranstaltet werden die „Feria Real de San Roque“ in der Provinz Cádiz und die „Feria de Málaga“.

Andalusien Sierra Ausblick
In der Hauptsaison im Sommer kann es besonders in Südspanien unerträglich heiß werden. In den höher gelegenen Bergorten findet man meist jedoch ein kühleres Plätzchen mit einer wunderbaren Aussicht - © familienurlaub.eu

Herbstliche Festlichkeiten in Andalusien

Die „Fiesta de Cascamorras“ in Guadix und Baza in der Provinz Granada jedes Jahr am 6. September erinnert an einen mittelalterlichen Wettstreit der Städte um ein Heiligenbild der Jungfrau Maria.

Der spanische Nationalfeiertag am 12. Oktober wird auch in vielen Orten Andalusiens ausgiebig gefeiert. Immer Ende Oktober findet in der Stadt Dos Hermanas (Sevilla) eine große Wallfahrt statt.

Monda Burg
Übernachtung auf einer echten Burg? Möglich in Monda, Andalusien - © familienurlaub.eu
Tarifa Gasse
Nun zieht sich auch der Tourismus ein wenig zurück – © familienurlaub.eu

Winterurlaub in Andalusien: Nochebuena, Día de Andalucia & Carnevales

An Heiligabend („Nochebuena“) kommen in Andalusien wie bei uns die Familien zu einem großen Festmahl zusammen, zu dessen Abschluss meist der delikate Nougat „Turrón“ und das gehaltvolle Schmalzgebäck „Polvorón“ serviert wird.

Kinder erhalten ihre Geschenke jedoch erst am Dreikönigstag am 6. Januar, an dem in Granada und Sevilla auch der sehr populäre Umzug „Cabalgata de Reyes Magos“ stattfindet.

Tarifa
Weihnachtlich präsentieren sich die Städte. Hier: Tarifa - © familienurlaub.eu

Jedes Jahr am 28. Februar wird der andalusische Nationalfeiertag „Día de Andalucía“ mit vielen Kulturveranstaltungen und geschmückten Straßen begangen. Etwa zur selben Zeit im Februar oder auch März zieht der Karneval in Cádiz Zehntausende von Besuchern aus ganz Spanien in die Stadt am Atlantik.

Kultur & Natur: Urlaub in Andalusien für jeden Geschmack

Andalusien hat viel zu bieten und spricht die unterschiedlichsten Reisegeschmäcker an, sodass kleine und große, wilde und ruhige, aktive und gemütliche Gäste überall auf ihre Kosten kommen.

Cadiz Winter Hafen
An den Häfen ist immer etwas los - © familienurlaub.eu

Sportlich & aktiv: Paradies für Wind- & Kitesurfer

Die Stadt Tarifa in der Provinz Cádiz ist wegen der ganzjährig starken Winde „Levante“ und „Poniente“ ein bei Wind- und Kitesurfern schon seit Jahrzehnten beliebter Treffpunkt.

Tarifa
Windige Zeiten an der Atlantikküste. Perfekt fürs Windsurfing - © familienurlaub.eu

Wassersport ist an den Küsten der oben genannten Provinzen vielerorts möglich. In den meisten Badeorten findet ihr ein großes Angebot an Segel-, Surf- und Tauchschulen sowie Ausleihmöglichkeiten für Surfbretter und anderes Zubehör.

 

Strände, Seen & Wanderungen: Andalusien bietet eine riesige Auswahl

Die Auswahl an auch für Kinder geeigneten Stränden in Andalusien ist so groß, dass auch nur eine rudimentäre Auflistung den Rahmen sprengen würde.

Am besten orientiert ihr euch bei der Suche nach den Merkmalen „Categoría Bandera Azul“ (Blaue Fahne für gute Wasserqualität) und „Posta Sanitaria“ (Sanitätsposten).

Andalusien Strand
Die Strände habt ihr in der Nebensaison ganz für euch allein - © familienurlaub.eu

Im sehr trockenen Andalusien spielen Stauseen eine wichtige Rolle bei der Wasserversorgung. Drei Dutzend künstlich geschaffene Gewässer verteilen sich über die Region. Zum Baden geeignet und schön gelegen sind u.a. diejenigen bei Bornos (Málaga), Iznájar (Córdoba) und Zahara de la Sierra (Cádiz).

Die landschaftlich reizvollsten Wanderwege in Andalusien führen durch die Sierra de Aracena, Sierra Norte und Los Alcornocales sowie Sierra de Grazalema, Sierra Nevada und Sierra de María.

Insbesondere in den Frühlings- und Herbstmonaten eignen sich die Wanderwege in Andalusien auch für einen Familienurlaub mit kleinen Kindern oder mit Hund. Im Sommer solltet ihr längere Ausflüge aufgrund der enormen Hitze lieber vermeiden und stattdessen ein Eis verspeisen oder euch im Meer abkühlen.

 

Entspannung & Wellness

Schon die Römer gründeten in Andalusien zahlreiche Thermen und öffentliche Bäder. Moderne Einrichtungen mit umfangreichen Wellnessangeboten findet ihr in den Städten Almería, Cádiz und Jaén sowie Granada und Málaga.

 

Zoos & Tierparks für die ganze Familie

Empfehlenswerte Zoos und Tiergärten für den Besuch mit der Familie in Andalusien sind der „Bioparc Fuengirola“ (Málaga), der 120.000 m² große „Parque Zoológico y Botánico de Sevilla“, der 60.000 m² große „Zoobotánico Jerez“ (Cádiz) und der einzige Marinepark in Andalusien, der „Selwo Marina“ in Benalmádena (Málaga).

 

Museen für neugierige Kinder & Eltern: Kolumbus Schiffe entdecken

Kinder und Jugendliche wie auch deren Eltern und Großeltern haben erfahrungsgemäß besonders viel Spaß beim Besuch des historischen Seefahrtsmuseums „Muelle de las Carabelas“ in Palos de la Frontera in der Provinz Huelva, wo originalgetreue Nachbauten der berühmten Schiffe „Niña“, „Pinta“ und „Santa María“ von Kolumbus ausgestellt sind.

Auch das „Museo Naval de San Fernando“ in San Fernando (Cádiz) widmet sich voll und ganz der langen maritimen Geschichte der Region. Ebenfalls einen Ausflug lohnt die römische Ruinenstadt „Baelo Claudia“ an der Playa de Bolonia bei Tarifa (Cádiz).

 

Events & Konzerte: Das andalusische Herz schlägt Flamenco

Andalusien ist die Heimat des weltberühmten Musikstils und Tanzes „Flamenco“. Alle zwei Jahre findet in Sevilla das große Festival „Bienal de Flamenco“ statt.

Flamenco
Andalusien - Ursprung des Flamencos - © familienurlaub.eu

Die virtuosen Tänzer und Gitarristen könnt ihr auch beim „Concurso Nacional de Arte Flamenco de Córdoba“ im Mai, beim „Festival de Cante Flamenco de Moguer“ in Moguer (Huelva) im Juli, beim „Festival Flamenco de Almería“ im Juli/August und beim „Festival de Jerez“ in Jerez de la Frontera (Cádiz) im Februar/März bewundern.

 

Kulinarische Highlights in Andalusien

Typische Gerichte der andalusischen Küche sind die kalte Gemüsesuppe „Gazpacho“ aus Gurken, grünen Paprika, Knoblauch, Tomaten, Olivenöl, Essig, Salz und Weißbrot, der deftige Eintopf „Cocido“ mit Kichererbsen, Schinken, Paprikawurst und Blutwurst sowie das Reisgericht „Arroz a la Marinera“ mit Meeresfrüchten und „Gambas a la Plancha“ (gebratene Garnelen).

Euren Kindern wird bestimmt das süße Schmalzgebäck „Pestiño“ mit Honig oder Zucker, die Schokoladenkekse „Alfajor“ und das Fettgebäck „Churro“ besonders gut schmecken.

Sevilla Tapas
Am besten alles durchprobieren. Geht super in einer Tapas Bar. Hier: Sevilla - © familienurlaub.eu

Unterkünfte in Andalusien

Für euer Urlaubsjahr 2020 findet ihr ausgesprochen familienfreundliche Ferienhäuser und Ferienwohnungen sowie Hotels, Pensionen und Campingplätze in toller Lage speziell in den Badeorten an der Küste Andalusiens in riesiger Auswahl. Rechtzeitig reservieren und buchen sollte ihr eure Unterkünfte jedoch für die Hauptreisezeiträume zwischen Juni und September sowie rund um Ostern und Weihnachten.

familienurlaub.eu-Tipps für traumhafte Unterkünfte

Anreise nach Andalusien

Mit dem Pkw ist Andalusien am besten und schnellsten über die spanischen Autobahnen A-4 ab Madrid, A-7/AP-7 ab Murcia und Alicante sowie A-66 aus der Extremadura und A-49 ab Faro in Portugal zu erreichen.

Der Hochgeschwindigkeitszug „AVE“ benötigt von Madrid oder Barcelona zwischen ca. 2,5 und 5,5 Stunden nach Córdoba, Sevilla und Málaga. Internationale Flughäfen mit teils täglichen Direktverbindungen aus ganz Europa gibt es in Almería, Granada-Jaén, Jerez de la Frontera, Málaga und Sevilla.

Erfahrungen beim Familienurlaub in Andalusien

Familie mit 2 Kindern (6 und 2 Jahre):

Die Flucht aus dem immerwährenden deutschen Novemberregen sollte mit der Idee des kurzen Familienurlaubs in Andalusien, Spanien, verwirklicht werden. Fünf Tage spanische Tapas durchprobieren, mediterranen Lebensstil aufsaugen und das vom Herbst gezeichnete Gesicht den noch warmen Sonnenstrahlen aussetzen – klingt verlockend, nicht?

So wurde uns gesagt, dass ein Urlaub mit Kindern in Spanien in der Regel entspannt und unkompliziert abläuft, denn die Südländer reagieren ja doch relaxter auf den Nachwuchs als wir durchgetakteten Deutschen es manchmal tun.

 

Andalusien einst (kinderlos) & heute (mit unserem reizenden Nachwuchs)

Zumindest in der Theorie. Mein Mann und ich hatten noch großartige Erinnerungen an den schönen Andalusienurlaub 2009 – kinderlos, schwer verliebt und mit Wanderschuhen bepackt. Die kleinen hübschen Tapas-Bars sowie die spontanen Gitarrenkonzerte auf den noch warmen Straßen der malerischen Bergdörfern zählen zu unseren romantischsten Erinnerungen unseres Paardaseins.

Mit zwei Kindern im Alter von sechs und zwei Jahren müssen jedoch andere Programmpunkte aufgezogen werden, das war uns durchaus bewusst und dennoch wollten wir den Glanz der Erinnerungen alter Tage wieder aufleben lassen. Da diese “Flucht” nun wirklich spontan geplant wurde und nur günstige Flüge von Berlin nach Sevilla und von Málaga zurück auf dem Programm standen, hatten wir trotz der kurzen Zeit sehr viel Spielraum und so wurden auch die Unterkünfte sehr spontan nur einen Tag vorab gebucht – damit wollten wir uns alles offenhalten.

Mutter Kind Andalusien Strand Winter
Strandurlaub im November? Geht auch in Europa in Andalusien! - © familienurlaub.eu

Jede Nacht immer woanders oder doch am selben Fleck für eine kurze Woche – wir wollten es dieses Mal wirklich spontan halten. Im November ist dies in der Regel kein Problem, die Touristenströme sind meist durch das Land gerast und lösen sich in dieser Zeit in kleine Nebenflüsse auf, die sich gut auf die Region verteilen, sodass die Auswahl der Unterkünfte groß ist.

 

Sevilla im (entspannten!) Schnelldurchlauf: Ruderboot, Flamenco, Tapas & die Kathedrale von Sevilla

In Sevilla blieben wir nur eine Nacht, denn wir gingen davon aus, dass eine viel besuchte Stadt für Kinder anstrengend ist. Rückblickend hätte ich gern ein paar mehr Stunden in dieser großartigen Destination verbracht! Unsere Erfahrung mit Sevilla mit Kindern ist durchweg positiv und für jedes Alter gibt es hier eine Menge zu tun.

Auf den unzähligen verkehrsberuhigten Plätzen der Altstadt lassen sich Tauben verfolgen, um historische Brunnen rennen, cremiges Eis auf Kirchentreppen verschlingen und so kommt die ganze Familie schnell in den Sog der spannenden Stadt.

Hof in Sevilla
Die wunderbare Architektur der Altstädte in Spanien ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert - © familienurlaub.eu

Der große Stadtpark, in dem sich auch der Plaza de España befindet, war für uns alle ein besonderer Höhepunkt. Mit einem Ruderbötchen ging es 30 Minuten durch die kitschig-romantische Kulisse unter verzierten Brücken hindurch, um die Umgebung ganz in Ruhe auf sich wirken zu lassen. Gerade unsere Große war absolut begeistert. Klar – für 10 € ist es kein Schnäppchen, aber eine tolle Aktivität für Groß und Klein.

Plaza de España Sevilla
Höhepunkt für die Kids: Plaza de España - © familienurlaub.eu

Viel Auslauf für unseren kleinen Bewegungsfreudigen gab es dann auf dem Platz direkt. Zu meiner persönlichen Freude fand zur gleichen Zeit ein Mini-Flamenco-Konzert versteckt hinter den unzähligen Säulen statt, das ich Gott sei Dank abgelenkt von der großartigen Mosaikfliesenkunst dann doch noch entdeckte. Die Urlaubsstimmung konnte nicht besser werden.

Um den kleinen Hunger zwischendurch zu stillen, fanden wir in der ganzen Stadt heiße Maroni-Stände und so knackten wir vergnügt mit dem Nachwuchs die leckeren Esskastanien. Ebenfalls praktisch empfanden wir die Tatsache, dass die meisten Tapas-Bars zwischen 12/13 Uhr bis 16/17 Uhr und dann wieder nach 19 Uhr geöffnet hatten.

Sevilla Gasse
Überall versteckt finden wir in Sevilla Einkehrmöglichkeiten - © familienurlaub.eu

Für Reisende mit kleinen Kindern kann so auch ein (extrem) frühes Abendessen genossen werden, um die müden Kleinen noch vor dem ersten Müdigkeitstrotzanfall in die weichen Hotelbetten zu stecken. So kamen wir auch in den Genuss leckerer Tapas, die auch mit vegetarischen Angeboten Fleischkritiker anlocken können sowie mit Tortillas und anderen Kartoffelgerichten durchaus für Kindermäuler geeignet sind.

Übrigens: Die großen Touristenattraktionen betrachteten wir nur von außen, denn mit langen Menschenschlangen und kleinen Kindern haben wir bisher nicht so gute Erfahrungen gemacht. Wer doch in die pompösen Gebäude und Attraktionen mit Kindern möchte, die alle stets einen Eintritt verlangen und eben auch in der Nebensaison sehr gut besucht sind, sollte hier weit vor den Öffnungszeiten ankommen, um möglichst lange Wartezeiten zu vermeiden.

Die Kathedrale von Sevilla ist auch nur von außen gesehen eine Reise wert, während der historische Park Alcázar versteckt hinter Mauern liegt und mit ca. 10/11€ Eintritt pro Person besucht werden kann.

 

Weiter geht es in die wunderschöne & historische Stadt Cádiz

Am nächsten Tag ging es ans Meer nahe der Stadt Cádiz. Wir beschlossen, hier zwei Nächte zu bleiben, um die Möglichkeiten des großen Hotels (Innenpool im November sehr sinnvoll!) nutzen zu können, zu entschleunigen und natürlich auch die Stadt Cádiz zu besichtigen.

Badewetter? Nein, natürlich nicht, dafür lockte uns ein leerer weitläufiger sauberer Strand mit tollem Sand, der sich wunderbar zum Sandburgen Bauen eignet. Mit Blick auf den Atlantik lässt es sich auch bei 17 Grad gut an der Costa de la Luz aushalten, während der Mini gefühlt hundertmal den kleinen Sandhügel hoch- und runterrannte und die Maxi Prinzessinenburgen für Muschelbewohner baute.

Am Nachmittag stand dann die Hafenstadt Cádiz auf dem Plan. Cádiz gehört nicht nur zu den ältesten Städten Westeuropas, sondern darf sich auch über ihre spezielle Lage am Meer freuen. So wurde die Stadt auf einer schmalen Landzunge errichtet, was bereits die Anreise besonders gestaltet.

Die Stadt selbst ist in unseren Augen deutlich authentischer, roher und damit aber nicht weniger sehenswerter als es Sevilla ist. Der Atlantik arbeitet hier an den alten Gemäuern und schafft damit eine lebensechte Kulisse. Als wichtiger Stützpunkt der Antike ist sie besonders aus historischer Sicht sehenswert.

Hafenspaziergang in Cádiz
Hafenspaziergang in Cádiz - © familienurlaub.eu

Beeindruckend fanden wir das Castillo de San Sebastián, eine Burgfestung mitten in Cádiz direkt am Meer. In den alten Gemäuern spürt der Besucher noch heute die kriegerische Atmosphäre der Vergangenheit. Für Kinder ab vier besonders spannend, um Ritter- und Seeräubergeschichten lebendig zu machen.

Zwischen den engen Gassen der Altstadt gibt es zudem viel (autofreien) Auslauf für die ganz Kleinen und die Großen dürfen bei einem Cortado (Espresso mit Milch) auf einem der schönen Plätze z.B. auf dem Plaza de la Catedral mit Sicht auf die Kathedrale entspannen, während der Nachwuchs wieder Tauben jagen kann.

Für Freunde von spannenden Märkten bietet der Stadtmarkt, der Cadiz Mercado Central, eine tolle Kulisse und viele Gaumenfreuden, denn er ist fernab des Massentourismus ein beliebter Umschlagplatz der Einwohner. Auf diesem Markt lassen sich besonders gut Fisch und Meeresfrüchte kaufen, aber auch Bananen für den Hunger für Zwischendurch gibt es natürlich an jeder Ecke.

 

Wir waren am südlichsten Punkt Europas: das kleine Städtchen Tarifa

Nach zwei Nächten zog es uns weiter Richtung Málaga über Tarifa, Gibraltar und Marbella. Tarifa ist allein deswegen schon sehenswert, da es nicht nur ein Hotspot für Aussteiger und Kitesurfer ist, sondern auch der südlichste Punkt Europas.

Vor Tarifa trifft der stürmische Atlantik auf das sanfte Mittelmeer, die Meeresenge sorgt daher für viel Wind. Delfin, Wal und Co lassen sich an diesem Ort ebenfalls gerne sehen. Wer also wind- und wetterfest ist, sollte unbedingt mit den Kids eine Whale Watching Tour bei Tarifa einplanen.

Tarifas Hinterhöfe
Spanien hat trotz des Massentourismus nach wie vor verzauberte Ecken zu bieten. Wer suchet, der findet & wir suchen zu gern. Hier: Tarifa - © familienurlaub.eu

Das Fernweh und die Sehnsucht nach fernen Ländern wird auch gestillt, denn mit Blick auf Afrika, das zum Greifen nah erscheint, kommt man schnell ins Schwärmen. Wer mehr Zeit als wir mitbringt, sollte zudem unbedingt einen Kurztrip ins marokkanische Tanger einplanen, um im Nu in eine ganz andere Welt einzutauchen.

Fähren von Tarifa nach Tanger fahren täglich und sind auch nicht besonders teuer. Tarifa selbst ist eine kleine Stadt mit einem historischen Kern, der in wenigen Minuten abgelaufen werden kann. Für einen süßen Snack und einen zumo de naranja (Orangensaft) lohnt es sich dennoch, einen kurzen Entschleunigungsstopp einzulegen.

 

Gibraltar – wir kommen!

Blick auf Gibraltar
Gibraltar lässt sich im Hintergrund erahnen - © familienurlaub.eu

Auf nach Gibraltar war dann unser Motto. Die zu den Briten gehörende Halbinsel hat einen zweigeteilten Ruf. So gibt es die einen, die sagen, dass sich die Einreise (Passkontrolle, da UK) nicht lohnt, da man hier nur ein langweiliges britisches Städtchen vorfindet. Andere behaupten, dass Gibraltar ein Muss auf jeder Andalusienreise ist.

Uns zog es vor allem aufgrund der in Europa einzig lebenden Affenrasse nach Klein-Großbritannien, die es auf dem Rock of Gibraltar (Felsen von Gibraltar) zu sehen gibt. Nicht nur für die Kleinen ist das ein Spektakel. Außerdem waren wir einfach neugierig; finden wir auf Gibraltar wirklich Fish & Chips und britischen Geschmack (über den sich ja streiten lässt) wieder?

Wir entschieden uns, mit dem Pkw einzureisen, aber auch zu Fuß, mit dem Bus oder auf dem Fahrrad ist das kein Problem und soll in der Hauptsaison sogar besser sein (Wartezeiten bei der Ausreise!). Besonders aufregend war es für uns, mit dem Auto nach der Grenze direkt über ein Rollfeld des Gibraltar Flughafens zu tuckern.

Der Flughafen grenzt direkt an die Stadt und wird bei Flugverkehr einfach kurz gesperrt. Mit dem Köfferchen lässt es sich dann ganz easy in den nächsten Pub laufen. Die Wege sind auf der Halbinsel wirklich kurz. Wir fuhren einmal mit dem Auto um den Rock herum.

Spielplatz auf Gibraltar
Spielplatz auf Gibraltar - © familienurlaub.eu

An der äußersten Spitze der Halbinsel befinden sich nicht nur eine Moschee, ein Leuchtturm mit grandioser Aussicht, sondern auch ein riesiger Spielplatz. Picknick-Möglichkeiten sind vorhanden und einen Coffee Shop gibt es ebenfalls. Stichwort Entschleunigung! Weiter zu den Cable Cars. Leider war die Gondelbahn geschlossen, es war dann doch zu windig, um den Affenberg zu erklimmen. Da wir nicht in der Dunkelheit zurückfahren wollten, entschieden wir, die Affen ein anderes Mal zu besuchen.

Auch an dieser Stelle wieder der kleine Tipp am Rande: Mehr Zeit mitbringen. Wir genossen den Ausflug dennoch sehr, denn die britischen Einflüsse sind unübersehbar und machen Gibraltar mit der besonderen Lage einzigartig.

Das zeigt sich nicht nur durch britische Marken in der Innenstadt, die ganze Architektur ist auf einmal gar nicht mehr so mediterran, das Essen sowieso nicht und selbst die klassischen roten Telefonzellen, die royalen Mülleimer und die Doppeldeckerbusse lassen sich auf diesem kleinen Fleck mit extrem dichter Besiedelung erspähen.

 

Monda & Marbella: unverschämte Parkgebühren, dafür aber 2 nette Städtchen

Wir nächtigten in Monda, einem kleinen Bergdorf mit toller Sicht auf die Sierra Blanca und die Sierra de las Nieves. Rund um Marbella türmen sich große Hotelburgen, hier an der Costa del Sol geht es dann doch sehr touristisch zu, sodass ein vorgelagerter Ort mehr Ruhe verspricht.

Andalusien Monda
Papa & Tochter genießen die tolle Aussicht - © familienurlaub.eu

Nach Marbella brauchten wir ca. 25 Minuten mit dem Mietwagen – in unseren Augen sehr entspannt. Achtung ist jedoch bei den Parkhäusern geboten, die Preise sind in dieser Gegend in Strandnähe wirklich gesalzen.

Wir beschlossen, am Vormittag für einen leckeren Smoothie in der Altstadt von Marbella nach einen Sonnenplatz zu suchen. Das kleine Städtchen hat einen netten Kern, doch die Preise sowie auch die Läden im Kern der historischen Stadt verraten, dass es in den wärmeren Monaten sicherlich sehr touristisch zugeht. So genossen wir die Ruhe der Nebensaison auf dem Plaza de los Naranjos mit Blick auf das alte Rathaus von Marbella.

Rathausplatz Marbella
Rathausplatz Marbella - © familienurlaub.eu

Die Kinder hatten hier besonders viel Platz zum Rumrennen sowie hübsch gestaltete Pflastersteine, die die Fantasie für Hüpfspiele anregten. Nachmittags zog es uns dann an die Strandmeile, die sich über mehrere Kilometer zieht. Auch Fahrräder können an der Promenade entspannt ausgeliehen werden, die es zumeist sogar mit Kindersitz gibt – sofern benötigt. Am Strand entdeckten wir diverse Sandburgenkünstler, die die Kinder total begeisterten. Restaurants, Strandbars sowie Imbissbuden gibt es zahlreich und in unterschiedlichen Preisklassen.

piksende Palmen
Die piksenden Palmen gefallen vor allem der 6-Jährigen - © familienurlaub.eu

Málaga: Der (mühsame) Aufstieg nach Alcazaba wird mit einem tollen Blick belohnt

Den letzten Tag unserer Andalusienreise verbrachten wir im historischen Zentrum von Málaga, das bereits weihnachtlich geschmückt war. Während es die meisten Touristen in das Picasso-Museum zieht, begeisterte uns der Aufstieg zur Alcazaba, einer alten Festungsanlage mitten in der Stadt.

Nach einem doch recht steilen Aufstieg könnt ihr die wunderbare Aussicht auf das Treiben der Stadt, den großen Hafen sowie die einfahrenden Kreuzfahrtschiffe genießen. Gerade unsere Große war absolut hin und weg und verzaubert von der Aussicht, die mit so vielen Details trumpfen kann. So lässt sich von hier oben auch die Stierkampfarena betrachten, die wir wegen Zeitmangels nicht mehr besichtigen konnten.

Aufstieg zur Alcazaba
Aufstieg zur Alcazaba - © familienurlaub.eu

Kinderwagen-Schieber sollten beim Aufstieg jedoch auf die Kraxe/Bauchtrage umsteigen. Streckenweise lässt sich die Burg auch treppenfrei erklimmen, dennoch warten einige Stufen auf euch. Wer dennoch die Sicht ohne die Wanderung genießen möchte, kann sich auch mit Taxi oder Bus chauffieren lassen. Unten direkt neben dem Aufstieg befindet sich zudem das alte, wirklich sehr gut erhaltene römische Theater.

Gasse in Málaga
Gasse in Málaga - © familienurlaub.eu

Und wer in Málaga mit Kindern entschleunigen möchte, findet ebenfalls zahlreiche Plätze vor schönen Kirchen bzw. anderen sehenswerten Gebäuden, um an einen wachmachendem Cortado zu nippen, während der Nachwuchs über den Platz rast. Spielplätze entdeckten wir in der lebendigen Stadt zahlreich, sodass die Kleinen stets auf ihre Kosten kamen.

Fazit: Wir haben durchweg gute Erfahrungen mit dem Familienurlaub in Andalusien gesammelt. Für Kinder in jeder Altersklasse wird in dieser Region Spaniens einiges geboten – auch bzw. vor allem in den sehenswerten historischen Städten. Am Meer lässt es sich ja eh gut leben, aber wer vor allem in der Nebensaison reist, kann ohne Probleme die Schönheit der Region auch in den sehenswerten Städten und Dörfern in Andalusien aufsaugen.

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